Sehr geehrter Herr Landrat Schmidt,
die Grüne Linke Liste Kaufungen veranstaltet seit diesem Jahr regelmäßig Stammtische, um einzelne Politikthemen in kleiner Runde direkt mit den Bürgerinnen und Bürgern zu besprechen. Der Stammtisch im April behandelte das Thema Verkehr und da sich manche Fragen auf die K7 beziehen, die in Ihren Zuständigkeitsbereich fallen, wende ich mich mit diesen Fragen an Sie und bitte um Beantwortung durch Ihr Haus.
Tempo 30 auf der Niester Straße
Fährt man von Nieste Richtung Kaufungen ist zu Beginn des Ortes ein Tempo 30 Schild aufgestellt, welches während der Schulzeit zum Schutz der Kinder, die auf ihrem Schulweg die Niester Straße überqueren müssen, ein Tempo 30 Schild aufgestellt.
Wird Tempo 30 auf der Niester Straße nicht durch die seitlich herankommenden Straßen aufgehoben? Uns erscheinen weitere Schilder an den Kreuzungen entlang der Niester Straße (abwärts) in jedem Fall verkehrsberuhigend zu sein.
Unsere Fragen:
Wie ist die Einschätzung des Landkreises bezüglich der einkreuzenden Straßen und könnten – unabhängig davon – noch weitere Schilder aufgestellt werden? Wenn es möglich ist, weitere Schilder aufzustellen, an wen müssen wir uns wenden?
Tempo 30 in Oberkaufungen
Entlang des Lossesterns (altersgerechtes Wohnen) wie auch auf Höhe des Brauplatzes (integratives Wohnen am Brauplatz) müsste es unserer Ansicht nach, wie auch vor der Schule in Niederkaufungen, möglich sein, eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf Tempo 30 anzuordnen.
Unsere Fragen:
Stimmt diese Einschätzung und wie wird dies veranlasst?
Tempo 30 bzw. Tempo 20 generell
Die Stadt Kassel hat auf mehreren Straßen nun sogar Tempo 20 eingeführt. Die Stadt Freiburg hat Tempo 30 zwischen 22 Uhr und 5 Uhr auf einer sehr befahrenen Straße eingeführt. Unsere Expert*innen am Stammtisch konnten die Frage, welche Möglichkeiten es hier in Kaufungen gibt, nicht beantworten.
Unsere Fragen:
Besteht die Möglichkeit zumindest in der Nacht die Geschwindigkeit auf der K7 generell auf Tempo 30 zu reduzieren?
Sackgasse Kaufungen
Für den Fall, dass die A44 zu Ende gebaut wird, soll die K7 aufgrund der weiterhin existent bleibenden B7 zurückgebaut werden. Wir begrüßen diesen Rückbau. Nun gibt es in der Gemeinde von einzelnen Personen die Überlegung am Ortsausgang Richtung Helsa eine Querspange zu bauen, so dass der Verkehr weiterhin durch Kaufungen Richtung Helsa geführt werden könnte. Die Sorge, die geäußert wird, ist, dass eine Sackgasse in Kaufungen aufgrund des dann fehlenden Durchgangverkehrs an Attraktivität verlieren würde und der bestehende Handel zum Erliegen käme. Dem steht die Position gegenüber, dass ein Rückbau des Verkehrs und eine dadurch erfolgende Entschleunigung zu einer Zunahme an Käuferströmen führt und die Menschen sich wieder auf der Straße aufhalten, so dass von einer Belebung gesprochen werden kann.
Unsere Fragen:
Liegen dem Landkreis Erkenntnisse vor, die die eine oder die andere Überlegung stützen? Gibt es Forschungen zu diesem Thema? Sind im Landkreis andere Gemeinden bekannt, die eine vergleichbare Situation haben, so dass dort Erkundungen eingeholt werden könnten?
