Mehr Überwachung = mehr Sicherheit?
Die Kaufunger Wählergemeinschaft (KWG) fordert 10.000€ für gleich mehrere Videoüberwachungsanlagen für Kaufunger Spielplätze und das Jugendzentrum „JottZett Outside“
Mehr Videoüberwachung erzeugt oft nur eine Illusion von Sicherheit. Kameras können zwar Ereignisse dokumentieren, aber sie verhindern kaum aktiv Straftaten, viele Delikte dauern nur Sekunden und Täter*innen lassen sich von Kameras nicht abschrecken. Gleichzeitig entsteht ein enormes Datenvolumen, das selten in Echtzeit ausgewertet wird, sodass kritische Situationen meist erst im Nachhinein erkannt werden.
Zudem verlagert Überwachung Kriminalität häufig nur an andere, weniger kontrollierte Orte. Statt echten Schutz zu schaffen, erhöht übermäßige Videoüberwachung vor allem das Gefühl permanenter Kontrolle und gefährdet die Privatsphäre, ohne die Ursachen von Unsicherheit zu lösen.
Wir fordern mehr Pädagogik, mehr Teilhabe. Statt Technik zur Überwachung braucht es Vertrauen, pädagogische Arbeit und Menschen die Hinschauen.
Wer Sicherheit ernst meint, muss Ursachen bekämpfen, nicht Symptome beobachten.

