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Gedanken zur Positionierung der Jungen Union Kaufungen

Die Junge Union hat sich zum Thema Kreiselbebauung auf ihrer Internetseite geäußert. Das begrüßen wir.

Die Modelle, so heißt es, seien nicht bürgerorientiert und vor allen würden sie die Neubürger nicht ansprechen. Mit den Modellen sind wohl die Zeichnungen im Rahmenplan gemeint, welche ausschließlich die Baufenster darstellen. Daher können wir die Bürgerunfreundlichkeit darin noch nicht erkennen. Aber konkret haben wir den Eindruck, dass die Planenden und die Verwaltung sehr bürgerfreundlich arbeitet.

Dass der Festplatz von manchen erhalten werden will, hat die gesamte Debatte immer wieder hervorgebracht. Es ändert aber nun nichts daran, dass sich eine politische Mehrheit gefunden hat, die sich – trotz der Verlustes des Festplatzes – für die Bebauung ausgesprochen hat. Es ist nicht richtig, dass das Thema Luftnotrettung kein Gehör fand. Richtig jedoch ist, dass es von Seiten der Vertreter der Jungen Union in der Gemeindevertretung keine Ansprache fand. Wir würden es sehr begrüßen, wenn sich die jüngeren Gemeindevertreter auch mal äußern würden. Falls die Strukturen der Gemeindevertretung dies verhindern, sind wir die ersten, die mithelfen, hier Änderungen zu erzeugen.

Die Junge Union wirft die Frage auf, warum ein beschleunigtes Planfeststellungsverfahren nötig sei. Diese Nachfrage ist berechtigt und wir schließen uns dieser Nachfrage an. Wir haben dazu den Vorsitzenden des Bauauschusses gebeten, für die kommende Sitzung des Ausschusses eine Antwort zu erfragen. (Unsere Mail vom 24.11.14 wurde leider nicht beantwortet, so dass wir dies in der Ausschusssitzung am 16. März 2015 mündlich eingebringen werden.)

Der nahe Schulstandort und auch die gegebene Anbindung an den ÖPNV sind, so stellt die JU richtig fest, besonders für junge Familien interessant. Nun finden wir diesen Umstand – anders als die JU – durchaus bürgerorientiert und sie stellen auch eine Ansprache an NeubürgerInnen dar. Die Junge Union drängt darauf, Bauplätze für junge Familien attraktiv zu halten. Hier würden wir uns über einen Austausch wünschen, welche Wohnformen und vor allem welches Wohnumfeld für junge Familien attraktiv sind. Die nahe Schule und der ÖPNV sind schon angesprochen, die Kitagebühren sollten nicht weiter angehoben werden, Car-Sharing muss ausgebaut werden, weil es den Geldbeutel entlastet. Die Nachbarschaften sollten so gemeinschaftlich wie möglich organisiert werden, weil dadurch das kulturelle Leben zunimmt und die Kontaktmöglichkeiten steigen. Daher ist die Entscheidung zu begrüßen, mindestens 20 % der Baufläche für gemeinschaftliches Wohnen zu reservieren. Da sich nun schon eine Gruppe gefunden hat, die sich vorstellen kann, auf dem alten Festplatz zu bauen, sollte gerade zugunsten des Wunsches für junge Familien mitzudenken, die Idee den  Festplatz an dieser Stelle zu erhalten, fallen gelassen werden.

Deshalb ist im Bebauungsplan darauf zu achten, dass die baulichen Maßnahmen auch für Berufseinsteiger bezahlbar bleiben und die Zwei Geschosse Marke aufgrund der baulichen Umgebung nicht überschritten wird.

Gemeinsam mit der JU Kaufungen werden wir uns dafür einsetzen, dass es auch für Berufseinsteiger bezahlbaren Wohnraum gibt. Soll die Gemeinde nicht sogar selber bauen und die Wohnungswirtschaft ausbauen? Nicht nachvollziehbar ist für uns, wieso eine „Zwei Geschoss Marke“ statt einer „Drei Geschoss Marke“ den Wohnraum günstiger machen kann. Dreigeschossige Bauten  können sich hier als Mietwohnungsbauten darstellen. Und für Berufseinsteiger ist der Mietwohnmarkt sehr interessant.

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