Artikel
0 Kommentare

Energiegenossenschaft Söhre

Die GLLK war gestern in Lohfelden im Löwenhof und hat sich dort darüber informiert, wie die Gemeinden Lohfelden, Söhrewald und Fuldatal die Gründung einer Bürgerenergiegenossenschaft angehen. Gemeinsam mit über 200 Interessierten hat sich die kleine Delegation über das Genossenschaftsrecht informiert und die Angebote von e.on und den Stadtwerken angehört. Beide Unternehmen bieten der neuen Genossenschaft an, Projekte zu starten, an denen sich die Mitglieder der Genossenschaft dann beteiligen können.

e.on konnte drei kleine Dächer ausfindig machen, die mit Solaranlagen bestückt werden können und dies auch zeitnah, also bevor die CDU und FDP Regierung die Solarförderung weiter kürzt. Längerfristig muss man bei den Stadtwerken planen, dafür geht es um ganz andere Dimensionen. Derzeit wird eine Windenergieanlage geplant, die über 50% des Strombedarfs der drei Gemeinden decken könnte. (Die Leserschaft weiß natürlich Bescheid: e.on und GLLK, das geht nicht so recht zusammen.)

Bürgermeister Reuter (Lohfelden), der gemeinsam mit den Bürgermeistern aus Söhrewald und Fuldatal auch zur der Veranstaltung aufgerufen und eingeladen hatte, machte deutlich: „Wenn die Energiegenossenschaft steht, dann wird er in der Gemeindevertretung vorschlagen, dass die Gemeinde ebenfalls Mitglied der Genossenschaft wird.“

So kann es gehen und daher wünschen wir uns vom Bürgermeister Arnim Ross, dass die Gründung der Genossenschaft „Energie in Bürgerhand“ auch von ihm aktiv unterstützt wird. Wir freuen uns, dass Arnim Ross ebenfalls bei dieser Veranstaltung war. Es zeigt uns, dass wir mit ihm in dieser Sache an einem Strang ziehen.

Es gibt keinen Grund zu warten, sondern es gibt viele Gründe zu unterstützen. Es geht um eine Demokratisierung der Energieversorgung. Und es geht darum, dass die Wertschöpfung, also das Geld, welches mit der Energieversorgung verdient werden kann, hier in der Region bleibt.

Herr Ebert, Stadtwerke Kassel, machte deutlich, dass in der Region Kassel derzeit 330 Millionen Euro an erzielter Wertschöpfung abfließen. Dieses Geld bleibt also nicht in der Region, es fließt ab und schwächt uns. Die Überlegungen und Planungen der Stadtwerke Union Nordhessen gehen dahin, dass von diesen 330 Millionen zukünftig 300 Millionen in der Region bleiben. Geld, welches dringend hier gebraucht wird. Auch daran wird deutlich, dass der Einsatz der Grünen Linken Liste Kaufungen für die Neuausschreibung der Konzessionsverträge richtig war. So erhalten wir die Chance für einen Stärkung unserer Region.

Schreibe einen Kommentar