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Erste Nervositäten

Wir von der GLLK haben das ja schon die ganze Zeit gesagt: Für uns ist immer Wahlkampf. Denn wir wollen die Menschen in Kaufungen dafür gewinnen, nach vorne zu denken, verantwortlich zu handeln und die Mehrheitsverhältnisse in der Gemeindevertretung so zu verändern, dass es für das Erringen von Mehrheiten auch wirklich Debatten braucht.

Wir deuten es als erstes Anzeichen von Nervosität bei der CDU, wenn aus ihren Reihen bei den Ausführungen des Bürgermeisters zu den Maßnahmen, die die Gemeinde in Sachen Corona ergriffen hat, der Ruf kommt: „Das ist ja Wahlkampf!“

Der Bürgermeister seht ja Anfang 2021 überhaupt nicht zur Wahl. Und gut: Es war 21:45, die Gemeindevertretung tagte schon fast drei Stunden, da sind ausführliche Erklärungen auch zu einem wichtigen Sachverhalt nicht mehr so gerne gesehen und auch schwierig aufzunehmen und daher waren wir von der GLLK sehr froh, dass der Gemeindevertretervorsitzende den Bürgermeister um Kürze bat. Und da kann man dann schon durcheinander kommen und meinen der Bürgermeister macht jetzt gerade Wahlkampf.

Der Zwischenruf war jedoch ohne Substanz und dient damit nur dazu, den politischen Gegner aus dem Konzept zu bringen. Das macht man dann, wenn man keine eigenen Ideen aufs Parkett bringt. Es geht dann nicht um den politischen Diskurs und schon gar nicht geht es um die besseren Ideen. Das deuten wir als Zeichen wachsender Nervosität.

Da aber eben immer Wahlkampf ist: Auch wenn wir uns mehr gemeinsames Agieren wünschen, regelmässige Besuche des Bürgermeisters in den Fraktionssitzungen, einen gepflegten Austausch zwischen der Verwaltung und den Gemeindevertreter*innen, also auch wenn unsere Kritik-Liste genau so lang ist wie die Liste mit den Ideen für den Wahlkampf:

Wir danken der Verwaltung und dem Bürgermeister und dem Gemeindevorstand für den guten Umgang in Sachen Corona. Das war mal so richtig gut.

Und wir danken natürlich auch für Zwischenrufe in der Gemeindevertretung, die sich für Beiträge auf unsere Homepage eignen.